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Einblicke in den Beruf einer Visagistin

Einblicke in den Beruf einer Visagistin

Veröffentlicht am 18 März 2019 von Verena Arnold
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Aus jedem Gesicht das Beste herausholen. Wer möchte das nicht können? Um das möglich zu machen, braucht es das richtige Make-up, aber wie dieses am besten verwendet wird, kann manchmal eine Wissenschaft für sich sein. Nicht umsonst gibt es dafür eigene Visagisten auf jeder Modenschau und bei jedem Film- oder Fernsehdreh!

Lernen kann man diesen Beruf zum Beispiel auf der artstyle Visagistenschule, die von Tamara Maria Tsipoylidis-Gratwohl und ihrem Mann Petros Tsipoylidis geleitet wird. Daneben unterrichten die beiden auch an der Berufsschule für Mode und Gestaltung und können für Shows, grössere Shootings und spezielle Theatertage als Visagisten gebucht werden.

Für ihre Schule schöpfen sie aus ihrer 20- bzw. 15-jährigen Berufserfahrung als Visagisten und Maskenbildner. Dies hat es ihnen auch erlaubt, ihre eigene Make-up-Linie herauszubringen, die alle positiven Eigenschaften in sich vereint, auf die ein Profi Wert legt. Wir haben uns mit Tamara getroffen, um sie über ihre Lehrtätigkeit und das perfekte Make-up auszufragen.

Unsere Interviewpartnerin Tamara Maria Tsipoylidis-Gratwohl leitet eine artstyle Visagistenschule

 

Tamara, du bist Inhaberin von artstyle Cosmetics und als Trainerin in verschiedenen Bereichen zuständig. Weshalb hast du dich dazu entschlossen, nicht als Make-up Artist tätig zu sein, sondern in die Rolle des Lehrers zu schlüpfen? Was bereitet dir an deinem Beruf besondere Freude?

Ich habe die Schule artstyle vor ca. 18 Jahren gegründet, nachdem ich bereits viel Erfahrung in den Bereichen Film/TV, Shows, Fotografie, Produkte-Training, Theater usw. gesammelt hatte. Bevor das geschah, habe ich bereits über 2.000 Personen für verschiedene Anlässe geschminkt. Ich/Wir würde/n niemals „ausschliesslich“ unterrichten und selber nicht mehr in unserem geliebten Beruf tätig sein. Das wäre für unsere Schüler ein Verlust, denn alle unsere Erfahrungen fliessen auch in den Unterricht mit ein. Ausserdem ist die Make-up-Branche schnelllebig, und es ist wichtig, dass wir Lehrer auf dem Laufenden bleiben, sei es für neue Trends oder neue Make-up-Produkte. Jeder Auftrag, jeder Kunde, jede Location, jedes Make-up ist anders und somit aufs Neue ein Abenteuer. Zudem ist meine Welt bunt. Ich liebe es, Arbeiten unserer Schüler zu sehen, es ist wunderbar sie zu begleiten und Teil ihres Glücks und Erfolges zu sein.

 

Bei artstyle Cosmetics wird eine Ausbildung zum Make-up Artist angeboten. Welche Berufe können nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung angestrebt werden?

Nach Erhalt des Diploms stehen einem viele Wege offen. Einerseits selbständig in der Werbebranche für Fotoshootings, Werbespots, in der Filmbranche für Fernsehserien, Wetter, Shows, Filmproduktionen, für die Mode- und Musikwelt, Fashionshows, Events, Verleihungen usw. oder für Privatkunden, Braut-Make-ups, Privat-Schminkkurse etc. Natürlich auch im angestellten Verhältnis für Firmen wie MAC, Bobbie Brown, Estée Lauder u.a.

 

Bevorzugst du bei der Auswahl deiner Produkte eine bestimmte Marke? Welches Instrument verwendest du am liebsten bei der Arbeit?

Die Produkte sind sehr wichtig. Die Inhaltsstoffe müssen gut verträglich und die Farben hoch pigmentiert sein. Nicht viele Make-up-Linien können das gewährleisten, deshalb haben wir, nach meiner langen Erfahrung mit viel Einblick „hinter die Kulissen“ vor ein paar Jahren unsere eigene  Make-up-Linie „artstyle Cosmetics“ gegründet. Seitdem ist das meine Lieblingsmarke. Mein Lieblingsprodukt ist unser Foundation Primer, der macht ein paar Jährchen jünger, wer mag das nicht? Und natürlich liebe ich meine Pinsel. Ohne gutes Werkzeug, keine gute Arbeit!

 

Auf der Homepage werden viele Titel genannt und die entsprechenden Workshops beschrieben. Dabei fallen uns Begriffe ins Auge, die im ersten Moment dieselbe Bedeutung haben könnten. Wie unterscheidet sich der Beruf eines Make-up Artists von dem eines Visagisten? Was versteht man unter dem Begriff Maquilleur?

Auf unserer Homepage gibt es diverse Workshops, wie Theater, Hairstylist, Halloween usw., jedoch gibt es nur eine Ausbildung zum Make-up Artist. Genauso wie in anderen Berufen (Friseur/Coiffeur) gibt es auch in diesem Beruf mehrere Beschreibungen (Sprachen). Hier, in den deutschsprachigen Ländern, kennt man diesen Beruf auch als Visagist oder im Französischen als Maquilleur. Make-up Artist ist der internationale Begriff und steht deshalb auf unserem Diplom.

Visagisten können Menschen verwandeln

 

Der Mensch als Leinwand

Die beruflichen Optionen sind für Visagisten also erstaunlich vielfältig. Wie bei einem Künstler kommt es auch hier nicht nur auf die richtige Technik an, sondern auf die Erfahrung und ein gewisses künstlerisches Talent. Nicht umsonst heisst der Beruf im Englischen Make-up Artist! Wer also künstlerische Ambitionen hat, aber auch gern mit und am Menschen arbeitet, für den ist dieser Beruf womöglich genau der richtige.

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